Zusammenfasung

Laut einer Studie von NewStandard.studio:
🧠 58 % der Konsument:innen haben Schwierigkeiten, das Konzept der Circular Economy zu verstehen.
🙈 41 % haben den Begriff noch nie gehört.
Das Problem liegt nicht an der Zirkularität selbst – sondern an der Art, wie wir darüber sprechen.
In diesem Beitrag zeigen wir, warum die Sprache der Nachhaltigkeit oft nicht funktioniert – und wie Marken das ändern können. Denn mit besserer Kommunikation bauen wir echte Barrieren ab. Und machen Circular Economy vom Nischenthema zum Treiber für Kundentreue.
Wer nicht verstanden wird, verändert nichts.
Zirkularität ist nicht zu komplex. Aber wir machen sie oft kompliziert.
Wir sprechen in Policy-Buzzwords, zeigen Lebenszyklus-Diagramme und werfen mit Begriffen wie „Post-Consumer-Materialien“ um uns, die außerhalb der Einkaufsabteilung kaum jemand versteht. Was fehlt?
🔍 Kontext. Klarheit. Relevanz.
Kurz: Kunden-Kommunikation.
Ein Reparaturprogramm stärkt nur dann die Kundenbindung, wenn es überhaupt wahrgenommen wird. Ein Rücknahmesystem funktioniert nur dann, wenn Menschen verstehen, wie es abläuft – und welchen Vorteil es bringt.
Deshalb: Weniger Materialien, mehr Emotionen. Weniger Theorie, mehr Alltag.
Die wahren Hürden und wie wir sie überwinden
Es ist nicht Ablehnung, sondern Unverständnis, das Kreislaufangebote ausbremst. Hier sind sechs unsichtbare Blockaden – und wie du sie auflöst:
1. Komplexität & Verwirrung
Circular Economy klingt für viele immer noch nach Uni-Seminar.
🛠 Lösung: Nutze einfache, bildhafte Beispiele. Erzähle Geschichten von echten Produkten und Menschen – keine Theoriekonstrukte.
💬 Statt „ressourcenschonende Lebenszyklusoptimierung“ → lieber: „Wir sorgen dafür, dass dein Produkt länger hält – und nochmal zurückkommt.“
2. Abstraktion & Distanz
Globale Abfallströme und Diagramme wirken fern vom Alltag.
🛠 Lösung: Zeig den direkten Bezug zum Leben der Kund:innen. Was ändert sich konkret in Wohnung, Kleiderschrank oder Gewohnheiten?
💬 Statt „End-of-Life-Szenarien“ → lieber: „Du gibst dein altes Sofa zurück, wir reparieren es und verkaufen es weiter.“
3. Misstrauen & Greenwashing-Skepsis
Grüne Versprechen gibt es viele – echte Transparenz selten.
🛠 Lösung: Zeige Prozesse, Zahlen, Schwächen. Zirkularität ist nicht perfekt – und genau das macht sie glaubwürdig.
💬 Statt „nachhaltig produziert“ → lieber: „Letztes Jahr haben wir 12.000 Jacken repariert, statt neue zu verkaufen.“
Wie Patagonia es mit Worn Wear vormacht.

4. Bequemlichkeit & Gewohnheit
Die meisten lehnen Zirkularität nicht ab – sie sind einfach zufrieden mit dem, was sie kennen.
🛠 Lösung: Mach’s einfacher. Und zeig, dass es nicht nur nachhaltiger, sondern bequemer, cooler oder günstiger ist.
💬 Denk an IKEAs Zweite Chance: Second-Hand direkt im Laden, keine eBay-Suche nötig.
5. Verlustangst (z. B. Besitz)
Manche empfinden Circular Economy als Verzicht.
🛠 Lösung: Werte neu rahmen. Statt über Verlust – lieber über Zugang, Gemeinschaft und Flexibilität sprechen.
💬 „Deine Kleidung überlebt dich – und macht jemand anderem Freude.“
So kombinieren Modebrands Trade-In & Resale.
6. Kostenwahrnehmung
Zirkuläre Angebote wirken oft teurer – oder weniger attraktiv.
🛠 Lösung: Zeig langfristigen Wert. Spareffekte, Haltbarkeit, Bonusprogramme.
💬 „80 € Gutschrift für dein Altgerät – und ein neues, das länger hält.“
Circularity, die man gerne versteht
Die stärkste Nachhaltigkeitsbotschaft ist die, die ankommt. Also:
- Weniger Fachsprache, mehr Emotion
- Weniger Policy, mehr persönlicher Nutzen
- Weniger Tabellen, mehr erlebbare Geschichten
Denn Circular Economy ist nicht nur ein Materialkreislauf. Sie ist ein Kundenerlebnis.
Und ja – mit Plattformen wie koorvi lässt sich Rücknahme, Refurbishment und Reporting vollständig digital abbilden.
Aber ohne die richtige Story zündet das System nicht.
👉 Du willst aus Rücknahme ein Kundenbindungsprogramm machen? Lass uns sprechen.

