Zusammenfassung

Der Blog erklärt, wie VAUDE Design, Materialien und Lieferkette gezielt darauf ausrichtet, Produkte zurückzuführen und erneut zu nutzen. Ergebnis: mehr Kontrolle, stabilere Margen und zusätzliche Umsätze über den gesamten Produktlebenszyklus. VAUDE zeigt, wie eine Outdoormarke aus langlebigen Produkten neue Umsatzquellen schafft. Durch Reparatur, Wiederverkauf und Rental werden Produkte mehrfach monetarisiert statt nur einmal verkauft.

Mit einem Anteil von über 50 % recycelten Materialien, Klimaneutralität seit 2022 sowie eigenen Repair- und Rental-Modellen schafft VAUDE die Grundlage dafür, Produkte mehrfach zu monetarisieren und mehrere Umsatzzyklen pro Produkt zu realisieren statt nur eines einmaligen Verkaufs.

Ein Foto einer Person die einen VAUDE Rucksack trägt

Wie positioniert sich VAUDE?

VAUDE hat seine gesamte Wertschöpfung entlang eines klaren Ziels aufgebaut: Produkte sollen nicht nur verkauft, sondern langfristig im System gehalten werden. Heute bestehen viele Produkte bereits zu mindestens 50 % aus recycelten oder biobasierten Materialien, mit dem Ziel, diesen Anteil weiter deutlich zu erhöhen.

Parallel dazu hat das Unternehmen früh begonnen, seine Lieferkette aktiv zu kontrollieren. Seit 2001 ist der bluesign® Standard integriert. Dabei werden bereits bei den eingesetzten Materialien und Prozessen strenge Umwelt- und Chemikalienstandards definiert, sodass Energie-, Wasser- und Schadstoffe entlang der gesamten Produktion systematisch kontrolliert und reduziert werden.

Hinzu kommen eigene Systeme wie „Green Shape“, die nicht nur Produkte kennzeichnen, sondern als internes Steuerungssystem wirken: Sie definieren klare Kriterien für Materialien, Design und Produktion und beeinflussen damit aktiv Entscheidungen im Einkauf und in der Entwicklung. Ergänzt wird das Ganze durch neue Geschäftsmodelle wie Rental (iRentit), bei denen Produkte mehrfach genutzt und wieder in den Umlauf gebracht werden, wodurch zusätzliche Umsatzzyklen entstehen, ohne neue Ware produzieren zu müssen.

Was macht VAUDE besonders im Outdoor-Markt?

VAUDE baut kein Nachhaltigkeitsprojekt, sondern ein System, das Produkte länger im Markt hält und mehrfach monetarisiert.

Gerade im Outdoor-Bereich ist das stark: Produkte müssen langlebig, funktional und reparierbar sein. VAUDE nutzt genau diese Logik, um Produkte nicht nur einmal zu verkaufen, sondern sie über Reparatur, Wiederverkauf und weitere Nutzung wirtschaftlich länger im Umlauf zu halten.

Design, Materialwahl und Lieferkette sind darauf ausgelegt, dass Produkte nach dem ersten Verkauf nicht aus dem System fallen.

Step-by-Step: So funktioniert das VAUDE System

1. Langlebige Outdoor Produkte

VAUDE entscheidet bereits im Design über den späteren Geschäftserfolg. Produkte werden so entwickelt, dass sie lange halten, reparierbar sind und sich möglichst einfach zerlegen lassen. Diese Entscheidungen wirken direkt auf den Second-Life-Markt: Je besser die Qualität, desto höher der Wiederverkaufswert und desto effizienter das Refurbishment. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Produkte überhaupt zurückgeführt werden können.

2.Nachhaltige Materialien Outdoor

Ein zentraler Hebel bei VAUDE liegt in der Materialstrategie. Klassische Rohstoffe werden gezielt durch recycelte oder biobasierte Alternativen ersetzt, wodurch die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten sinkt und gleichzeitig ein stabilerer Kostenrahmen entsteht. Gleichzeitig schafft das Unternehmen aktiv Nachfrage nach recycelten Materialien und unterstützt so den Aufbau funktionierender Rückführungsstrukturen.

3. Lieferkette kontrollieren

VAUDE überlässt die Lieferkette nicht dem Markt. Durch Standards wie bluesign® werden Materialien, Chemikalien und Produktionsprozesse aktiv gesteuert. Das System setzt bereits bei den Inputs an und verhindert problematische Stoffe, bevor sie überhaupt in die Produktion gelangen.Das bedeutet konkret: weniger Risiken, weniger Abhängigkeit und eine deutlich höhere Transparenz über Materialien und Prozesse.

Ein Foto einer Person die mit Bekleidungsstücken arbeitet.

4. Reparaturservice der Outdoor Kleidung

Ein wesentlicher Teil der Strategie ist die Verlängerung der Nutzungsdauer. VAUDE investiert bewusst in Reparaturservices, Ersatzteile und Produktdesigns, die Reparaturen ermöglichen.

Zusätzlich wurden eigene Bewertungsansätze entwickelt, um die Reparierbarkeit von Produkten messbar zu machen. Das führt zu längerer Nutzung, mehr Kontaktpunkten mit Kunden und einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass Produkte zurück ins System kommen und erneut monetarisiert werden können.

5. Produkte mehrfach monetarisieren

VAUDE nutzt Produkte nicht nur einmal, sondern verlängert gezielt deren wirtschaftlichen Lebenszyklus. Über Rental-Modelle, Second-Hand-Angebote und Wiederverkauf entstehen mehrere Umsatzzyklen pro Produkt. Ein Beispiel ist das 2018 gestartete Rental-Modell, bei dem Produkte zeitlich begrenzt genutzt und anschließend wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Dadurch generiert ein Produkt nicht nur einmal Umsatz, sondern mehrfach.

6. Materialien zurückführen

Langfristig arbeitet VAUDE daran, Materialien vollständig zurückzuführen und erneut nutzbar zu machen. Das ist aktuell noch herausfordernd, da weltweit weniger als 1 % der Textilien tatsächlich recycelt werden. Dennoch baut das Unternehmen gezielt Strukturen wie textile-to-textile Recycling, Rücknahmesysteme und Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette auf, um genau das zu ermöglichen. Ziel ist es, Materialien dauerhaft im System zu halten und als wiederkehrende Ressource zu nutzen.

Die Wirtschaftlichkeit hinter dem System: Mehr Umsatz pro Produkt

VAUDE verbindet Nachhaltigkeit konsequent mit wirtschaftlichen Zielen. Ein hoher Anteil recycelter Materialien reduziert die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen und stabilisiert Kostenstrukturen. Gleichzeitig sorgt die Klimaneutralität seit 2022 für zusätzliche regulatorische Sicherheit und Markenstärke.

Der entscheidende Punkt ist jedoch der langfristige Aufbau: Seit über 20 Jahren entwickelt VAUDE seine Systeme kontinuierlich weiter, von Supply Chain Kontrolle bis hin zu neuen Geschäftsmodellen.Das Ergebnis ist ein System, das nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch wirtschaftlich stabiler und skalierbarer funktioniert.

Was andere Marken von VAUDE lernen können

VAUDE behandelt Nachhaltigkeit nicht als Add-on, sondern als Kern des Geschäftsmodells. Produktstrategie, Lieferkette und Geschäftsmodelle greifen ineinander und werden zentral gesteuert.

Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf Kontrolle statt Kompensation. Eigene Standards und klare Vorgaben sorgen dafür, dass Materialien, Qualität und Prozesse planbar bleiben.

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Systemdenken: Design, Nutzung, Rückführung und Wiederverkauf sind miteinander verbunden. Dadurch entsteht ein geschlossener Kreislauf, der wirtschaftlich funktioniert.

Wie du Second Life profitabel steuerst

Circularity zahlt sich erst aus, wenn sie als System gedacht wird. Der Hebel liegt im Zusammenspiel aus Rücknahme, Aufbereitung und Wiederverkauf, genau hier setzt koorvi an.

VAUDE zeigt, wie Produkte durch Reparatur, Resale und Rental mehrfach Umsatz generieren. Entscheidend ist dabei nicht die Einzelmaßnahme, sondern das Zusammenspiel aller Schritte.Du holst Produkte strukturiert zurück, bringst sie wieder in den Verkauf und erschließt so zusätzliche Umsatzpotenziale.

Starte jetzt den Circularity Check oder sprich mit uns und finde heraus, wie du Resale und Zweitmärkte profitabel steuerst.

Häufig gestellte Fragen

Wie verdient VAUDE Geld mit gebrauchten Produkten?

VAUDE verlängert den wirtschaftlichen Lebenszyklus seiner Produkte. Statt dass ein Produkt nach dem Erstverkauf aus dem System verschwindet, kann es durch Reparatur, Wiederverkauf oder Vermietung erneut Umsatz generieren. So entsteht nicht nur ein zusätzlicher Erlösstrom, sondern auch eine bessere Auslastung bereits produzierter Ware. Gerade bei hochwertigen Outdoor-Produkten mit langer Lebensdauer ist dieses Modell besonders attraktiv.

Warum setzt VAUDE auf recycelte Materialien?

Recycelte Materialien sind für VAUDE nicht nur ein Nachhaltigkeitsthema, sondern auch ein strategischer Hebel. Sie helfen dabei, die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen und volatilen Beschaffungsmärkten zu reduzieren. Gleichzeitig stärkt das die Planbarkeit in Einkauf und Produktion. Für das Unternehmen bedeutet das langfristig mehr Stabilität in Kostenstrukturen und Lieferfähigkeit.ny, this leads to greater long-term stability in cost structures and supply.

Welche Rolle spielt das Green Shape System bei VAUDE wirklich?

Green Shape ist bei VAUDE weit mehr als ein sichtbares Produktsiegel. Das System setzt intern Standards dafür, welche Materialien, Designs und Produktionsweisen überhaupt infrage kommen. Dadurch beeinflusst es zentrale Entscheidungen in Entwicklung und Einkauf und schafft die Grundlage für langlebige, reparierbare und weiterverwertbare Produkte. Genau das macht Green Shape zu einem wichtigen Baustein für Second-Life-Modelle.

Wie kann ich als Marke Second-Hand integrieren?

Der sinnvollste Einstieg ist meist klein und operativ klar. Du startest mit Rücknahmeprozessen und einfachen Wiederverkaufsmodellen, bevor du komplexere Schritte wie Refurbishment oder Vermietung ergänzt. Wichtig ist, Produkte nach Zustand zu bewerten, Prozesse zu standardisieren und passende Vertriebskanäle aufzubauen. So wird aus einzelnen Rückläufern schrittweise ein skalierbares Geschäftsmodell.

Ist das Modell nur für Outdoor relevant?

Nein, das Prinzip ist deutlich breiter einsetzbar. Es funktioniert überall dort, wo Produkte langlebig sind, einen Wiederverkaufswert haben und sich prüfen, reparieren oder erneut vermarkten lassen. Das kann bei Elektronik, Möbeln, Sportgeräten oder Kinderprodukten genauso relevant sein wie im Outdoor-Bereich. Outdoor ist nur ein besonders gutes Beispiel, weil Qualität, Langlebigkeit und Wiederverkaufswert dort sehr klar sichtbar sind.